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2020

 Fredi Rüegg

Leider ist unser Mitglied Fredi Rüegg viel zu früh, am 23. Mai 2020 im 69. Altersjahr gestorben.
Wir entbieten der Trauerfamilie unser herzlichstes Beileid und werden Fredi in guter Erinnerung behalten. Der Abschied findet im engsten Familienkreis statt.

 

2019

 Fredi Zeier

Unser Gründungs-Mitglied Fredi Zeier verstarb am 14. April 2019 im 95. Altersjahr.
Er prägte mit seiner Sportlichkeit und zurückhaltender Art seit Beginn an unsere Männerriege in allen Sparten. Fredi, wir danken dir für deine grosse und feine Kameradschaft und werden dich gerne in unseren Gedanken behalten.

 

2016

   Reini Weidmann   

Am 2. August 2016 nahm die Männerriege Steinmaur von Ihrem Ehrenmitglied Reini Weidmann Abschied. Sein grosses  polysportives Interesse und seine breiten Fähigkeiten liessen ihn schon 1970 zum Mitglied der Männerriege werden, wo er dem Turnen, später auch dem Volleyball viel Zeit schenkte. Das Training der Männerriege hatte immer einen festen Platz in seiner Freizeit, später wuchs ihm das Volleyballspielen so sehr ans Herz, dass er auch an den Samstagen kaum einmal etwas Wichtigeres vorhatte.

Als Meister Eder, als gewiefter Schreinermeister, baute er die Kiste, die Netz und Bällen ordentlich Platz bot. Daneben war er Surfer auf Schweizer Seen der ersten Stunde, Langläufer auch an vielen „Engadinern“ und ein begeisterter Alpinskifahrer. In den jährlichen Skiwochen im Engadin haben die kleinen Grüppchen Männerriegler-Skifahrer abends für die anstehenden Chränzlidarbietungen geübt; sogar die Ferienwohnung mitten in den Engadiner Bergen diente als Trainingsort. Frühmorgens war Reini der Frühstückskoch, der die Kollegen mit 5-Stern-Zmorge verwöhnte. Als Inliner im Team Männerriege Steinmaur war er viele Male ein sicherer Wert an der Unterländer Stafette. Es kam ihm entgegen, dass er sich im Neeracher Riet und im gesamten Zürcher Unterland ausdauernd, als Daniel Düsentrieb detailverliebt, darauf vorbereitet hatte.  

Sport hatte also einen grossen Platz in Reinis Leben; daneben aber war er auch für Steinmaur, die Steimerer, ob Gross oder Klein, immer da. Die Primar- und die Sekundarschule durften auf seine Mitarbeit zählen, an der Zirkusprojektwoche, am Bau eines neuen Gartenhauses, bei verschiedenen Schulreisen. Viele Schulkinder hatten Reinis Haus und Garten im Gässli in allerbester Erinnerung, durften sie doch immer wieder mal ein Rüebli oder einen Apfel mitnehmen. Sie wussten dann wohl kaum, dass sie über Jahre hinweg am Chlausmorgen ihn als Schmutzli angelacht hatten, dass vielleicht Chlaus und Schmutzli sogar abends in ihrem Wohnzimmer zu Gast gewesen waren.   Wir Turnkollegen werden Reini in allerbester Erinnerung behalten. An den Donnerstagabenden, an den verschiedenen gemütlichen Anlässen und auch den jährlichen Männerriegenreisen werden wir immer an unseren Freund denken, der mit seiner offenen, humorvollen und initiativen Art die Geselligkeit unserer Männerriege prägte und bereicherte.      

 

2015

  Piero Cotti

Am Freitag, 18. Dezember 2015 musste die Männerriege Steinmaur von Piero Cotti, einem der ganz grossen Turnkollegen, für immer Abschied nehmen.

Piero und die Männerriege; zwei Worte - ein Begriff und eine Einheit. Piero war als Gründungsmitglied und langjähriger Oberturner eine treibende Kraft und ein starker Pol im Verein. Mit viel Herzblut leitete er die Geschicke der Männerriege Steinmaur. Ihre Geschichte hat er über lange Jahre markant mitgeprägt. Die vorgelebte, uneigennützige Kameradschaft wurde von seinen Turnkollegen nicht nur geschätzt sondern auch gerne erwidert. Dadurch war Piero nicht nur Geber; er konnte auch aus den vielen, oft tiefen und freundschaftlichen Kollegen-Beziehungen Kraft in schwereren Zeiten seines Lebens schöpfen.

Dass die Kameradschaft innerhalb der Männerriege Steinmaur bis heute derart gut funktioniert, ist sicher in erster Linie Piero und seiner Philosophie zu verdanken. Man könnte sogar vom ungeschriebenem Gesetz in der Männerriege sprechen; Piero's „Credo" lautete: „Reden und diskutieren kann und soll man über alles. Innerhalb der Männerriege ist dagegen das Politisieren absolut tabu!" In weiser Voraussicht hat er so möglichen Streitigkeiten erfolgreich den Nährboden entzogen. Obwohl Piero schon längere Zeit nicht mehr aktiv am Turnerleben teilnehmen konnte, hat dieses „Gesetz" bis heute nichts an seiner Richtigkeit und Wichtigkeit eingebüsst. Die Umsetzung dieser Philosophie hält über seinen Tod an.

Piero war auch einer der ersten Männerriegen-Samichläuse, der als stattliche Figur viel Freude und Wärme in so viele Kinderstuben brachte. Von vielen Familien wurde sein Besuch sehr geschätzt, weil er gütig und liebenswert auftrat und dadurch die Kinderherzen teils auf Anhieb und teils erst beim Adieusagen gewinnen konnte.

Nicht vergessen sind auch all die langen Abende, an denen mehrere TV-Chränzlis bei Piero zuhause - in der Regel nach dem Männerriegen-Turnen - vorbereitet wurden. Gar mancher Sketch entstand mit Gleichgesinnten in seiner warmen Stube mit der grossen Fotoapparate-Sammlung. In der Garage wurden die kleinen Theatereinlagen teils bis nach Mitternacht eingeübt. Diese Proben waren für die Darsteller oft lustiger als die späteren Aufführungen vor dem Chränzli-Publikum. Wegen spontan zusätzlich eingebrachten Sprüchen, die nicht im Textblatt aufgeschrieben und vorgesehen waren, oder wegen Hängern der Darsteller, die ihren Text vergessen hatten, wurden bei diesen Probearbeiten gar manche Lachtränen vergossen.

Piero, wir danken dir für deine grosse und feine Kameradschaft. In den Herzen deiner Männerriegler wirst du weiterleben.